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Aktuelles

Vom Museumshafenverien Büsum

Jahreshauptversammlung
2021

von Friedrich-Wilhelm Trottmann
Jahreshauptversammlung mit traurigen Elementen
Büsum – Der scheidende Vorsitzende vom Museumshafenverein Klaus Hinz hatte zur Jahreshauptversammlung des Museumshafenvereins in den großen Saal vom Freizeit- und Informationszentrum „Watt’n Hus“ eingeladen. Die diesjährige wurde coronabedingt verschoben worden.
Eingestimmt wurden die zahlreich erschienen 89Mitglieder nebst zehn Gästen durch zwei Musikstücke des Alphornbläser-Duos von Petra Köster und Hans Laabs. Hinz freute sich, dass er so viele Prominente auf seiner letzten Jahreshauptversammlung begrüßen durfte. Nach dem Gedenken der im abgelaufenen Jahr verstorbenen Mitglieder, unter denen leider auch der langjährige und amtierende Kassenwart Philipp Blas war, wurde das letzte Protokoll verlesen. Der Jahresbericht vom Vorsitzenden war umfangreich. 18 Vorstandssitzungen, fehlende Großveranstaltungen, die Baubrücke über den Museumshafen, das Gedenken an die Seeschlacht 1813 vor Büsums Küste mit Kranzniederlegung auf dem alten Friedhof und an das tragische Unglück des Seenotrettungsboot Adolph Bermpohl, die nicht stattgefundene Feier des 100 Jahre alten Lastenhafenkranes und das Schicksal des ehemaligen Expeditionsschiffes Feuerland waren nur einige der vielen Punkte, die der zurzeit 510 Mitglieder umfassende Verein anhören durfte.
Die Vorstellung des Haushaltsplanes erfolgte durch Annemarie Blas für ihren verstorbenen Mann und Kassenwart Philipp. Die Kassenprüfer attestierten Blas eine hervorragende Geschäftsführung, die seines Gleichen sucht. Die einstimmige Entlastung war folgerichtig, das galt ebenso für den gesamten Vorstand. Als Dank überreichte Hinz Annemarie Blas ein Geschenk für ihre Arbeit als Interimskassenwartin. Die Übergabe der Sitzung an den stellvertretenden Vorsitzenden Bernd Gorodsinsky ging nicht so ohne weiteres vonstatten. Die Mitglieder ließen Hinz durch seinen Nachfolger einen Wertgutschein für das Speicherstadt Hotel Ameron und einen Präsentkorb als Dank zukommen. Das Büsumer Urgestein Timm Hollmann erinnerte in seinen Dankesworten an das private Engagement für einen erfolgreichen Bürgerentscheid gegen die dauerhafte Baubrücke. Hollmann lobte Hinz für die Führung des großen ehrenamtlich geführten Vereins als Musterbeispiel und erinnerte auch an seine Vorgänger Hauke Rahder und Dr. Martin Kreitz. Hollmann sei froh, dass man vor 20 Jahren den als Modderloch bezeichneten Ole Hoov doch nicht zugeschüttet habe. Gerd Gehrts dankte als Bürgervorsteher und Vorsitzender des Regattavereins für die sehr gute Zusammenarbeit und ließ dem als Macher und Genießer Hinz durch Sascha Wefer und Björn Harnack ein Rotweinpräsent überreichen. Hinz hat in seiner Amtszeit Struktur in den Verein gebracht und diesen auch nach außen in hervorragender Weise vertreten, es war ein Vollzeitjob und hat ihm sichtlich Spaß gemacht. Abschließend wurde der nunmehr schon 82-jährige Klaus Hinz mit langanhaltendem stehendem Applaus in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Als Wahlleiter für die umfangreichen Neuwahlen agierte der Büsumer Wehrführer Gerald Warner souverän. Bernd Gorodsinsky wurde nach vier Jahren als Stellvertreter mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt. Neuer Stellvertreter wurde mit den meisten Stimmen Malte Fohrmann. Offen abgestimmt wurde bei der Wahl von Andreas Schemionek zum neuen Kassenwart, Petra Köster als Schriftführerin, ebenso die Wiederwahl zum Beisitzer Manfred Landberg, der Neuwahl von Alexandra Luth wie auch Willi Bruns zu Beisitzern, sowie Jürgen Timpe als Kassenprüfer.
Das Schicksal des 110 Jahre alten Gaffelkutters Margaretha war ein großes Anliegen von Hinz gewesen. Fördermittel in Höhe von 75 000 Euro hatte er neben anderen Spenden für den Erhalt eingeworben. Doch eine Begutachtung am Tage vor der Jahreshauptversammlung hat ergeben, dass der Kostenrahmen mit weiteren 125 Tausend Euro nicht tragbar war und die begonnenen Sanierungsarbeiten gestoppt werden mussten. Eine Abstimmung der Mitglieder ergab eine große Mehrheit für das Ende eines so stolzen Schiffes. Die Mitglieder wollen das Abwracken in Eigenregie vollziehen.
Die Planungen der Veranstaltungen und Vorhaben für die kommende Zeit wurden vorgetragen und können verwirklicht werden. Der Bericht des Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje über die Zukunft des Büsumer Hafens wurde aufmerksam verfolgt. Der Museumshafen werde weiter Bestand haben, eine Schiffshebeanlage sowie Slipanlage seien für den einzigen tideunabhängigen Hafen an der Westküste in Planung. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein und der Tonnenhof vom Wasser- und Schifffahrsamt (WSA) werden in naher Zukunft weichen. Das Schwimmbad Meerzeit werde noch vor Weihnachten eröffnet.
Sigmar Schwabe vom Förderkreis Kulturdenkmal Expeditionsschiff Feuerland e. V. berichtete, dass das traurige Thema Feuerland auf der gerade stattgefundenen Jahreshauptversammlung beerdigt worden sei. Das 1927 in Büsum gebaute Expeditionsschiff war 2006 nach Büsum zurückgekehrt und über Hamburg in Flensburg gelandet. Es sollte nach Sanierung im Büsumer Museumshafen seine Heimat finden. Der Kostenrahmen ließ jetzt jedoch nur einen Schlussstrich zu.
Der neue Vorsitzende schloss die Versammlung mit den Worten: Den Erfolg nehmen alle für sich in Anspruch, der Misserfolg wird einem einzigen zugerechnet.

Das Alphornbläser-Duo Petra Köster und Hans Laabs mit dem Vorsitzenden Klaus Hinz
Der neue Vorsitzende Bernd Gorodsinsky dankt mit der Überreichung eines Gutscheines der Mitglieder und eines Präsentkorbes dem scheidenden Vorsitzenden für seine Arbeit.
Die kommissarische Kassenwartin Annemarie Blas beim Verlesen des Kassenberichtes
Vorsitzender Klaus Hinz dankt der kommissarischen Kassenwartin Annemarie Blas
Der neue Vorsitzende Bernd Gorodsinsky dankt Gisela Hinz mit der Überreichung eines Blumengebindes für das Verständnis wegen des Engagements ihres Mannes während seiner Tätigkeit für den Verein.
Überreichung eines Dankeschöns in Form einer Rotweingabe von Björn Harnack und Sascha Wefer für den Regattaverein
Klaus Hinz als Ruheständler neben seinem Vorgänger Dr. Martin Kreitz und dessen Ehefrau Elisabeth
von links: vorne Barbara Gorodsinsky, Petra Köster, Alexandra Luth,
dahinter Manfred Landberg, Lutz Carmincke, Bernd Gorodsinsky,
Andreas Schemionek, Willi Bruns, Malte Fohrmann
und Ehrenvorsitzender Dr. Martin Kreitz.
Lichterwochen 23.10. - 7.11.

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